Just Kids aktuell – die Bedeutung „Dritter Orte“



Jugendkultur in Augsburgs Innenstadt – was fehlt, was brauchts?!

Wie und wodurch kann jugendkulturelle Partizipation im Rahmen von Szenekulturen, Bildungsprozessen, Freizeitaktivitäten und Beteiligungsnarrativen wieder zur Geltung kommen? Im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen, die von aktuell befragten Jugendlichen unter der Überschrift „Was fehlt, was brauchts in der Innenstadt“ genannt wurden.

Am häufigsten genannt wurde das Fehlen von frei zugänglichen Räumen, auch Plätzen oder Parks, für Freizeitaktivitäten mit entsprechender Ausstattung für Spiele und Bewegung, Kickern, Billard und Lesen bis Malen, Sprühen, Skaten, Tanzen und Rollenspielen – alles möglichst leicht zugänglich, gebührenfrei oder ganz niederschwellig betreut durch FSJler, Buftis o.ä. im Sinne eines großen, nicht – kommerziellen, zentralen Jugendkultur-Treffpunkts, nach Möglichkeit auch mit einem Aussenbereich.

Auf Nachfrage nach dem Wo? und Wie? wird in diesem Zusammenhang von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer wieder auf die Leerstände in der Innenstadt - „Woolworth-Gebäude“, „Karstadt-Kaufhaus“,“ „ehemalige Musikhochschule“, ehemalige „Gaststätte am Hohen Weg“, ehemaliges Rübsamengeschäft, Leerstand „Norma“ in der Maxstrasse- verwiesen, auf deren Potential für eine sozio-kulturelle oder bildungsaffine Umnutzung.

An zweiter Stelle der Nennungen steht der Wunsch nach zentralen innerstädtischen Treffpunkten zum Chillen, Reden, Hören, Sehen ohne zu große Verbindlichkeit und ständige soziale Kontrolle sowie möglichst kostenfrei und am besten in einer selbstverwalteten oder niederschwellig organisierten Raumgröße mit Cafe, Bar und selbst organisierten Auftritts- sowie Ausstellungsmöglichkeiten und entsprechenden Internetzugängen für Social-Media-Aktionen und Recherchen – hier kommt auch der Verweis die Ladenleerstände in der Annastraße, die anstelle zeitlich sehr befristeter, oft uninteressanter Pop Up-Stores mit Werbeaktionen auch für einen dauerhaften Jugendtreffpunkt als Begegnungsort genutzt werden könnten.

Ältere Jugendliche mit Studierendenstatus bzw. angehende Interessenten für Freiwilligendienste monieren auch das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt, verweisen auf mögliche Hausleerstände zur Umnutzung für Wohngruppen bzw. Wohngemeinschaften oder einem gemeinnützig getragenen „Boarding House“.

Peter Bommas, Netzwerk urbane Kulturen

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