Just Kids Festival 2026 - Vielfalt leben, Diskriminierung stoppen - Die Bedeutung “Dritter Orte” für Jugendliche
Themenschwerpunkt 2026: Im Rahmen des Anti-Rassismus-Diskurses, den Diskriminierungsprozessen in Schule und Freizeit und der problematischen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geht es um den Diskurs zur Bedeutung, Funktion und Kritik bezüglich der Wahrnehmung und Existenz von sog. Dritten Orten im Stadtraum.
Das Just Kids Festival ist seit 18 Jahren eine bildungskulturelle Mit- und Selbst-Mach-Veranstaltung für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren, interaktiv, geprägt von alltagskulturellem Do It Yourself und Learning By Doing im Sinne außerschulischen Kompetenzerwerbs (dazu die Veröffentlichung von Legner/Bommas „Tatort Welt – Lernort Schule“, 2025)
Im Fokus steht 2026 vor dem Hintergrund der stadtkulturellen Themensetzungen jugendliches Engagement und demokratische Teilhabe
1. bei den „Aktions-Wochen gegen Rassismus“, dabei ein Schwerpunkt die Aufarbeitung von Fluchtgeschichten und Ausgrenzungserfahrungen in Kleingruppen-Workshops in der Zwischennutzung KARO10
2. bei Recherchen und Aktionen zur Bedeutung „Dritter Orte“ um die Realitäten von Begegnungsprozessen im öffentlichen Raum, die Chancen und Grenzen von Generationenbegegnung und die politische Umsetzung von neuen Begegnungsräumen
Im Mittelpunkt Erkundungen der urbanen Lebenswirklichkeiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen über interessante und jugendaffine Begegnungsformate: Lesungen an coolen Orten, Protest-Song- und Refugee-DeeJaying mit Plakatworkshops & Ausstellung im KARO 10, die urbane Topographie von Dritten Orten und um neue erinnerungskulturelle Wegen in den Stadtteilen sowie das Antirassismus-Schulfilmfestival mit kreativen Schreibwerkstätten und Autor*innen-Lesungen zum Festival-Thema.
Vorläufiger Zeit- und Themenplan (Stand Februar 2026)
Februar bis Mai 2026
-> Diskursveranstaltungen und Kleingruppenworkshops zu „Migrationsgesellschaften und öffentlicher Raum mit Stadtteilerkundungen“ in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt, der Werkstatt solidarische Welt und dem Integrationsbeirat
-> Teilnahme von Schulklassen an den Wochen gegen Rassismus mit Schüler*-Lesungen, Plakatausstellung, Statements und Workshops
-> Kleingruppenexkursionen und – workshops zu Alltagsrassismus, Begegnungsrealitäten im öffentlichen Raum und Problematik der „Dritten Orte“ mit Anbindung an ein europäisches ERASMUS-PROJEKT sowie Lesungen für Jugendliche mit Autor*innen wie z.B. Kathrin Schrocke „Weisse Tränen“ und Alexandra Tobor im Holbein-Mediengarten
-> Schulkino mit Vielfalt-Film-Festival, Medien- und Textwerkstätten zu „Erinnerungskulturen“ und Kreatives Schreiben zum Thema „Frieden“.
Juni bis Juli 2026
-> Recherchearbeit zu Dritten Orten im Stadtgebiet, öffentlicher Raum und seine Bedeutung für jugendliches Publikum, Entwicklung einer Topographie dazu, Interviews
-> Durchführung der Schüler*innen-Fussball-EM im Gögginger Stadion mit Berlin-Fahrt der Gewinner*innen
September - Oktober
-> Evaluationsprozess und Auftakt Erasmus-Projekt mit drei europäischen Schülergruppen mit Einspeisung der Resultate der Recherchen und Spurensuche im Stadtraum